Lehre und Forschung an der Universität Ulm im Bereich Ernährung und Klinische Psychologie
Vor mehr als 9,5 Jahren stolperte ich in das Thema Ernährung hinein. Als meine große Tochter 1,5 Jahre alt war, bekam sie plötzlich rote, juckende und nässende Hautstellen. Niemand wusste so recht, was los war. Wir fühlten uns hilflos und schmierten eine Weile lang Kortison. Es wurde besser. Ohne Kortison wurde es wieder schlechter.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der Zustand ihrer Haut damit zusammenhing, was sie aß. Unzufrieden damit, dass nur die Symptome behandelt wurden ohne der Ursache auf den Grund zu gehen, machte ich mich auf den Weg und arbeitete mich tief in das Thema ein.
Schließlich fanden wir mit einer Kinderklinik heraus, dass meine Tochter auf sehr viele Nahrungsmittel allergisch reagierte. Nach einer Auslassphase von zwei Jahren war sie völlig allergiefrei.
Es war eine anstrengende Zeit, in der ich mir oft gewünscht hätte, dass jemand mich an die Hand nimmt und mir zeigt, worauf ich genau achten muss. Einige Jahre später bekam ich selbst eine Glutenunverträglichkeit und eine Milcheiweiß-Unverträglichkeit diagnostiziert.
Zusammen mit den unterschiedlichen Geschmäckern in meiner Familie hat sich dann eingeschlichen, dass ich gefühlt drei verschiedene Gerichte für vier Personen gekocht habe. Was für ein Stress nach einem langen Arbeitstag. Und am Ende nörgelten die Kinder trotzdem herum. Das musste doch leichter gehen.
Und ja, das tut es. Ich habe mich tief ins Thema Familienernährung eingearbeitet und Weiterbildungen besucht. Ich habe gelernt, wie das Kochen der Familienmahlzeit nicht zu zusätzlichem Stress wird. Vor allem, wie unsere gemeinsamen Mahlzeiten entspannt und fröhlich ablaufen können. Diese Erfahrungen möchte ich dir nun weitergeben.
Ernährung kann heilsam sein. Sie nährt und stärkt unseren Körper. Und sie darf vor allem Spaß machen.